Zwangsräumung in Berlin-Kreuzberg: der soziale Krieg schläft nicht

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Nach den Ereignissen am Montag auf dem Berliner Breitscheidplatz hatten manche vielleicht erwartet, dass es einen Moment der Besinnung gäbe, aber der soziale Krieg in der Stadt schläft nicht. Die Polizei sperrte am Dienstag gegen fünf Uhr morgens einen Teil der Skalitzer Strasse, einer Hauptverkehrsader zwischen Kreuzberg und Friedrichshain, sowie den angrenzenden Wrangel-Kiez, um eine Zwangsräumung durchzusetzen, die im ersten Anlauf erst vor einigen Wochen an Anwohner*innen Protesten gescheitert war.

Ein seit 31 Jahren dort ansässiger Mieter wurde geräumt, weil ihm ein Eigentümerwechsel samt neuem Konto für die Miete nicht nachvollziehbar angezeigt worden war. Diese Methode stellt derzeit einen nicht ungewöhnlichen Trick von Spekulanten dar, um sich von Altmieter*innen zu entledigen und Platz für lukrative neue und zahlungskräftige Interessent*innen zu schaffen.

Radio Aktiv war während der Zwangsräumung in den frühen Morgenstunden des 20. Dezember vor Ort und berichtet mit Eindrücken und einem kurzen Interview.

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